Xenos-Harz

AUS FREMDEN WERDEN FREUNDE: Voneinander lernen - Miteinander arbeiten - Füreinander einstehen
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Leitgedanken des Bundesprogramms

"XENOS - Integration und Vielfalt"

Man findet in allen Sprachen Wörter, die im Laufe der Zeit ihre Bedeutung verändert haben, häufig bis hin zum Gegenteil ihres ursprünglichen Inhalts. Dies ist auch mit der ursprünglichen griechischen Wortbedeutung des Begriffs "Xenos" geschehen. "Xenos" - der Fremde, und "Xenos" - der Freund. Diese doppelte, ganz gegensätzliche und scheinbar unvereinbare Bedeutung hat sich nicht zufällig oder gar willkürlich ergeben. Sie resultiert aus einer Entwicklung, die für den Fortschritt der menschlichen Gesellschaft lebenswichtig, ja sogar überlebenswichtig war. Diese Entwicklung schuf eine Art schützendes Ritual in der Begegnung mit dem Fremden, mit dem Fremdartigen überhaupt und bildete quasi eine Vorbedingung persönlicher wie politischer und kultureller Kommunikation. Steckt nicht auch in unserem deutschen Wort "Begegnung" noch etwas von möglicher Gegnerschaft?
Im Bundesprogramm steht XENOS dafür, den Freund im Fremden zu erkennen. Das Ziel ist es, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung in der Gesellschaft nachhaltig entgegen zu wirken und die kulturelle Vielfalt zu fördern und zu erhalten.

Arbeit - Migration und Integration

Eine Schlüsselstellung für eine gelungene gesellschaftliche Integration von Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte stellt der Zugang zu Ausbildung und Arbeit dar. Das Gelingen oder ein etwaiger Fehlschlag in diesen Kernbereichen beeinflusst die Integrationschancen und damit die Lebensperspektiven nachhaltig. Aus diesem Grund setzt das XENOS-Programm an diesen Kernbereichen an und fördert Aktivitäten, die es Menschen mit Migrationshintergrund erleichtern, in die Erwerbsarbeit zu gelangen.

Demokratie stärken

Toleranz, Achtung und Rücksicht gegenüber Fremden sind einerseits wichtige Qualifikationen im Arbeitsleben und andererseits die Grundlage für ein friedliches, demokratisches Zusammenleben. Oft entwickeln in erster Linie Jugendliche und Erwachsene, denen der Zugang zur Erwerbsarbeit erschwert ist, eine intolerante Haltung gegenüber ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Daher verknüpft das XENOS-Bundesprogramm arbeitsmarktpolitische Maßnahmen mit Aktivitäten gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Regionale Stärke bündeln

Das XENOS-Bundesprogramm strebt eine Bündelung lokaler Energien und regionaler Strukturen an und will funktionierende Netzwerke zur Arbeitsmarktintegration und zur Stärkung der Demokratie erzeugen. Denn starke lokale Kooperationsstrukturen bilden eine wesentliche Voraussetzung, um dem Auftreten von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit erfolgreich vorzubeugen oder zu begegnen.

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Das Projekt wird im Rahmen des XENOS-Programms "Integration und Vielfalt" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozial- fonds gefördert.